
BoP Cast Podcast
Raus aus dem Hamsterrad: Am Unternehmen arbeiten statt im Unternehmen versinken
Dirk K., Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens, bringt es auf den Punkt: „Ich weiß, dass ich an meinem Unternehmen arbeiten müsste – aber ich komme einfach nicht dazu.“ In dieser Folge sprechen Vanessa und Harald über ein Dilemma, das viele Unternehmer:innen kennen – und selten laut aussprechen. Was tun, wenn das operative Geschäft alles auffrisst? Wie schafft man Raum für Strategie, Mitarbeiterentwicklung und Zukunftsthemen – ohne das Gefühl, alles alleine stemmen zu müssen? 🎧 Mit dabei: Dr. BoP mit konkreten Fragen zur Standortbestimmung Warum Sparring mehr bewirkt als die nächste To-do-Liste Erste Schritte raus aus dem Reagieren – rein ins Steuern"
Zusammenfassung
Dirk K., Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens, bringt es auf den Punkt: „Ich weiß, dass ich an meinem Unternehmen arbeiten müsste – aber ich komme einfach nicht dazu.“ In dieser Folge sprechen Vanessa und Harald über ein Dilemma, das viele Unternehmer:innen kennen – und selten laut aussprechen. Was tun, wenn das operative Geschäft alles auffrisst? Wie schafft man Raum für Strategie, Mitarbeiterentwicklung und Zukunftsthemen – ohne das Gefühl, alles alleine stemmen zu müssen? 🎧 Mit dabei: Dr. BoP mit konkreten Fragen zur Standortbestimmung Warum Sparring mehr bewirkt als die nächste To-do-Liste Erste Schritte raus aus dem Reagieren – rein ins Steuern"
Show Notes
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Transkript163 Segmente
Speaker 0
Hallo und herzlich willkommen zum, dein Podcast für alle, die den Mittelstand mutig gestalten. Und hier sind eure Hosts. Vanessa Down, Autorin, Unternehmensentwicklerin
Speaker 0
und Visionärin hinter dem BOP Prinzip und Harald Kiefer, Organisationsprofi mit jahrzehntelanger Führungserfahrung. Wir wünschen viel Spaß beim Zuhören.
Speaker 1
Ja, hallo. Alle 2 Wochen wieder, da sind wir wieder Harald.
Speaker 2
Hallo Vanessa.
Speaker 1
Da stehen wir wieder in unserem selbst gebauten Studio Und Harald bringt mir immer alle 2 Wochen ein Thema aus seiner Woche mit. Ich
Speaker 1
bin schon total gespannt, was es diesmal ist. Und frag dich direkt, Harald, wie war deine Woche? Was hast Du mir mitgebracht?
Speaker 2
Die Woche war interessant, die Woche war anstrengend und die Woche war auch aufschlussreich. Das hängt mit dem Thema zusammen, was ich dir mitgebracht hab. Ich arbeite zurzeit mit 1 Führungskraft
Speaker 2
zusammen, die eine Krise bewältigen muss, die größere Change Prozesse, Veränderungsprozesse im Unternehmen hinkriegen muss und die sich tatendussisch drauf stürzt. Mhm.
Speaker 2
Und in ihrer Zeit, die sie zum Arbeiten hat und das ist oft viel, viel mehr, als sie ursprünglich vorhatte, sich die Strukturen kümmert, die Prozesse analysiert, gucken, ob
Speaker 2
die Zahlen stimmen, Termine macht, Konferenzen macht, Gespräche führt und völlig erschöpft am Abend feststellt irgendwie, es tut sich nix. Es ist schwierig.
Speaker 2
Und da ich auch dabei bin, werd ich gefragt, was soll ich tun? Und ich sage, ja, das weißt Du eigentlich nur am besten und andere, die es auch gut essen könnten, sind
Speaker 2
deine Mitarbeiter. Was sagen die denn dazu? Was müsst ihr tun, aus dieser dieser schwierigen, unkontrollierbaren Phase rauszukommen? Ja, ja, die Mitarbeiter, das stimmt. Das hab ich mir
Speaker 2
auch schon gedacht, aber ich hab keine Zeit. Ich kann, ich komm, aber das mach ich bald. Irgendwann werd ich dazu kommen, dann werd ich mit denen mal richtige Gespräche, dann nehmen wir uns mal Zeit und dann hör ich mal, was wir für
Speaker 2
Ziele haben und Ja, jetzt dann hat der Erste gekündigt, wichtige Person, war zentral in dem Prozess. Das hat sofort eine Erosion nach sich gezogen. Andere haben
Speaker 2
gesagt, aha, das das dann kann ich auch nicht mehr, wenn der weg ist. Jetzt sind wir bereits 3 Kündigungen. Und dann steht die Führungskraft vor mir und sagt ja, hey, so geht's nicht. So kriegen wir's nicht hin. Was was
Speaker 2
soll ich denn jetzt machen? Und mein Tipp ist ganz klar, aber die Situation haben ja auch schon andere erlebt. Hör auf mit der Hektik, hör auf mit den Prozessen, mit den Strukturen, setz dich
Speaker 2
mit deinen Leuten hin. Du wirst dich wundern, wie viel Potenzial- und Ideenreichtum von dort kommt. Stimmt. Damit fangen wir jetzt an.
Speaker 1
Atemlos durch den Tag? Nicht durch die Nacht. Mhm, ja.
Speaker 2
Helene Fischer wird sich freuen und Bewerbungen für die gemacht.
Speaker 1
Ja. Ja, total spannend, denn tatsächlich war meine Woche ähnlich. Also nicht ich atemlos, sondern ich hatte
Speaker 1
Ich darf 'n Unternehmen begleiten und ein Unternehmen, aber vielleicht sprech ich da nachher drüber. Mir fällt sofort eine Geschichte ein. Keine lange, eine ganz kurze.
Speaker 2
Hab ich gehofft, dass wir eine Geschichte haben, weil die sind immer sehr klar und sehr deutlich, Bin gespannt.
Speaker 1
Ja, geht diesmal eine alte Wirtin und einen Mann. Der Mann läuft an dem an dem Gasthaus der alten
Speaker 1
Wirtin vorbei und sieht einen Vordergarten in der Sonne und einen Hintergarten im Schatten. Das wär ja jetzt noch nicht ungewöhnlich. Was ihm aber auffällt und was ihn ganz
Speaker 1
schwer irritiert, ist, der Vordergarten, der in der Sonne liegt, da sind Blumen, die sind ganz verdorrt, während im Hintergarten, der im Schatten liegt,
Speaker 1
Gemüse ist, aber auch ganz viel Unkraut, das in Saft und Kraft steht. Und das irritiert den Mann und er geht zu der Frau hin und zu der Wirtin hin und sagt, darf ich
Speaker 1
Sie fragen ganz höflich, ich bemerke Ihr Vordergarten, in dem Blumen sind's, die Blumen lassen die Köpfe hängen und sind ganz verdorrt und im Hintergarten, der
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steht in Saft und Kraft. Sie haben aber auch ganz viel Unkraut, das da steht. Sagt die Frau, ja, das haben Sie richtig bemerkt und es macht
Speaker 1
mich traurig, ich gieße täglich mit aller meiner Kraft. Und ich fülle morgens 2 große Eimer Wasser, geh zur Hintertür raus
Speaker 1
und gieße den Hintergarten. Und wenn ich dann den Eimer, den nächsten großen Eimer fülle, mich nach vorne zu begeben und diese
Speaker 1
Blumen da vorne zu gießen, dann bin ich so erschöpft. Ich schaff das nicht mehr. Und das fällt mir tatsächlich sofort ein,
Speaker 1
so erschöpft. Ich weiß, es gibt da was zu tun, aber ich schaff's einfach nicht. Ja, ja,
Speaker 2
ich finde, das ist eine schöne Geschichte, die macht's sehr, sehr deutlich. Ist natürlich schwierig, find ich, bei Prozessen und den Dingen, die uns
Speaker 2
täglich im Unternehmen unsere Kraft abverlangen, von Unkraut zu sprechen. Wobei Unkraut soll ja eigentlich auch zu Unrecht diesen hässlichen Namen haben, sondern es soll ja sehr, sehr nützlich.
Speaker 1
So ist das. Genau. Ja.
Speaker 2
Und so sind's diese Dinge auch. Aber die Blumen im Vordergarten, die Blumen, die nach außen zu sehen sind, die in der Sonne sind, das ist der Zweck des Unternehmens, dafür sind wir da. Und wenn wir die aus den
Speaker 2
Augen verlieren oder erst dann dazukommen, wenn wir eigentlich nicht mehr können, dann haben wir 'n großes Problem.
Speaker 1
Ja, ja, total. Jetzt ist es natürlich leicht zu sagen, ja, Moment, dann gießt die Blumen, ja? Ja. Es gibt ja vorne raus. Ja, genau. Es gibt ja ganz,
Speaker 1
ganz gute Gründe, weshalb sich Unternehmer und Unternehmerinnen quasi dahin begeben, dass sie sagen, ich hab ganz viele Unternehmen, wo meine Kollegin oder auch ich es
Speaker 1
immer wieder höre, das Operative geht vor. Und ich versteh es auf der einen Seite, ja? Denn wir haben in den Unternehmen, die wir begleiten, haben wir ja Menschen, die
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sind entweder kommen sie aus der Historie, dass sie Fachexperten sind für den Teil, den das Unternehmen im Kern an
Speaker 1
Produkt-, Service-, Dienstleistung schafft, so. Oder aber Sie haben es von jemanden aus der Familie übernommen genommen. Oder aber Sie haben ein ganz,
Speaker 1
wir haben's im Mittelstand ja zu tun mit ganz beziehungsorientierten Unternehmen in der Regel, ja. Also wir kennen die Menschen, die in dem Unternehmen arbeiten. Wir
Speaker 1
haben Beziehungen zu denen. Wir wissen, wer sie sind, wie sie heißen, was sie für vermieden haben, so. Und jetzt kommt dieser operative Druck, den wir im Außen haben. Und
Speaker 1
dann ist die Verführung natürlich groß, ja, zu sagen, ich spring da ein. Ich lös das Problem. Ich mache da mit. Ja, also es gibt ja immer gute
Speaker 1
Gründe und es ist ja die Frage, wer stoppt mich eigentlich? Mhm. Ne.
Speaker 2
Ja, es ist es es macht ja auch viel Spaß. Am Produktionsprozess beteiligt zu sein, mit dafür zu sorgen, dass
Speaker 2
das Produkt sich verbessert hat, Das ist ja großartig. Aber ich glaube, in 1 Rolle, in der Du auch strategische Aufgaben hast und in der das ganze Unternehmen dich dafür braucht,
Speaker 2
ist das andere wichtiger. Und ich hab bei dir in eurem schönen Buch über das BOP Prinzip hab ich den Satz gelesen, am Unternehmen arbeiten
Speaker 2
oder im Unternehmen arbeiten. Ich finde, das ist eine schöne Unterscheidung, die eigentlich das auch deutlich macht.
Speaker 1
Mhm. Ja, ich führ sogar noch mal Das meint ihr damit. Mhm. Ich würd's sogar noch mal 'n bisschen fordernder formulieren. Es geht, wenn ich ein Unternehmen führe, geht es da
Speaker 1
drum, dass ich am Unternehmen arbeite, anstatt im Unternehmen zu arbeiten. Und ich halte das tatsächlich und nicht nur ich, sondern
Speaker 1
das kommt ja irgendwo her und es kommt ja auch sehr Erfahrung über die Jahre hinaus und ich hab den Satz auch nicht erfunden. Es ist in meiner Welt ist es tatsächlich 1 der
Speaker 1
Kernprinzipien. Und denn wir haben jetzt, wenn wir draußen hingucken, es kam grade der das Mittelstandsmonitoring Point KfW
Speaker 1
raus. Da steht ganz klar drin, wir haben einige Herausforderungen. Und Unternehmen, die sich zukunftsfähig aufstellen wollen,
Speaker 1
die weitergehen wollen, die haben 'n paar Aufgaben. Und die liegen auch da drin, das Leistungsversprechen des Unternehmens
Speaker 1
weiterzuhalten. Die liegen aber an der Geschäftsführung dadrin zu gucken, mit all den Herausforderungen, wie die wir haben. Wir haben Nachhaltigkeit, wir haben Digitalisierung, wir haben
Speaker 1
Entbürokratisierung oder Bürokratisierung, je nachdem, wo sie unterwegs sind, ne. Wir haben grade eine ganze Menge Druck aufm Kessel oder von außen. Ja. So.
Speaker 1
Und es ist jemand, der das Unternehmen führt, dessen oder deren Aufgabe ist es, drauf zu schauen, wo will ich mit dem
Speaker 1
Unternehmen innerhalb dieses Raums hin? Und wie will ich das Unternehmen aufstellen, damit wir da stark durchgehen können? Mhm.
Speaker 1
Ja. Ich weiß, Harald, dass Du in der Vergangenheit Er lächelt schon, der Harald, für alle, die's nicht sehen können, dass Du in der Vergangenheit
Speaker 1
'n bisschen ähnlichen Prozess durchlaufen bist, da aber in der Rolle als Führungskraft damals. Richtig? Ja.
Speaker 2
Natürlich nehm ich mal an, bin ich gar nicht der Einzige. Wir haben eine eine Zeit, in der die Veränderungen, Disruption nennen das ganz viele, grade digitale
Speaker 2
Prozesse, die uns total verändern mit KI im Moment. Klassische traditionelle Lebenswelten in Unternehmen völlig aufn Kopf stellen. Und so was hab ich auch mitgemacht,
Speaker 2
nämlich als das gute alte Fernsehen vom neuen, modernen, jungen Internet überrollt wurde und ich mit dazu beitragen sollte, viele Kolleginnen und
Speaker 2
Kollegen, die tolle Fernsehmacherinnen sind, auch heute noch, waren und sind, davon zu überzeugen, dass das Internet auch kein schlechter Platz ist und dass es für bestimmte Zielgruppen auch
Speaker 2
der einzige Platz ist, an dem ich sie erreiche. Und es hat zunächst überhaupt gar nicht funktioniert, dass die die hohe Kunst lag in dem Fernsehbeitrag der abends oder vielleicht
Speaker 2
sogar in 'nem Kinofilm, aber auf jeden Fall musste das schon eine durchdachte, tief qualitativ hochstehende Sache sein,
Speaker 2
die natürlich viele Menschen dann gar nicht mehr mitgekriegt haben. Dann mit allen gesprochen. Wir haben gesagt, wir wollen von euch, dass ihr von dem tollen Fernsehbeitrag, den ihr macht, auch 'n Clip fürs
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Internet zweigt und das war kaum zu machen. Ich hab mir dann Hilfe geholt. Ich hab gesagt, ich weiß nicht mehr, was ich machen soll. Ich will die Kollegen ja nicht demotivieren, die sollen ja weiterhin auch toll Fernsehen
Speaker 2
machen. Und der der hat mir gesagt, kümmer dich doch mal darum, dass Sie was davon haben, indem Du ihnen erklärst, Du musst ins Internet, da haben sie
Speaker 2
ja nix davon. Und wir hatten eine Idee und die hat super funktioniert. Wir haben einen Bittern mit Nutzungszahlen, mit Klickzahlen vor die Kantine gehängt. Und immer wenn die ausm
Speaker 2
Schneideraum kamen, haben sie gesehen, dass der kleine Clip, den sie abgezweigt haben, Ja. Der dann sofort Youtube, Facebook, vielleicht gab's auch schon Instagram,
Speaker 2
keine Ahnung, an welcher Stelle wir jetzt zu der Zeit waren. Ja. Dass der auf einmal schon 50000 Aufrufe hatte, dass der auf einmal geteilt wurde, dass die Menschen sie wahrgenommen
Speaker 2
haben. Und dann sind sie da haben sie zurückgenommen, ah, ich mach noch 'n Chip. Und dann kam von selbst die Frage, wie geht das eigentlich? Mhm. Kann ich da was lernen? Das heißt, in
Speaker 2
deiner Sprache, in dem, was Du vorhin erläutert hast, ich glaube, ich hab am Unternehmen gearbeitet. Ich hab Menschen, die im Unternehmen arbeiten,
Speaker 2
zusammen mit mir auf ein Ziel, nämlich wir wollen auch auf in ganz, ganz neuen Medien erfolgreich sein committetd und das hat super funktioniert.
Speaker 1
Also für die, die unseren unseren als Videocast gucken, kann man ja auch tatsächlich auf den eingängigen Plattformen,
Speaker 1
Die die sehen es, aber für die, die nur hören, ich habe hier neben mir einen Harald stehen, der hat mir diese Geschichte erzielt und die Augen haben geglänzt. Und der
Speaker 1
Harald war ganz dynamisch, weshalb ich natürlich auch davon ausgehe, das hat gut funktioniert, hatten Sie auch grade gesagt. Für mich ist total wichtig in dem Übertrag, Du
Speaker 1
hast total viele Dinge gesagt und ich mag's mal son bisschen son bisschen wie mit soner ganz liebevollen Harke mal für mich diese Kernelemente
Speaker 1
rausholen. Also zum einen hast Du gesagt, es gab ein Ziel, ne, oder es gab ganz klar das Ziel
Speaker 1
von den Fernsehbeiträgen auch Videobeiträge fürs Internet zu produzieren, sag ich jetzt mal ganz fachhören. Genau. So.
Speaker 2
Find ich präzise.
Speaker 1
Ah ja, schön. Und wenn ich jetzt in unseren Mittelstand reingehe und dann gibt es oftmals schon
Speaker 1
ein Ziel, das, was wir bisher produziert haben oder als Dienstleistung geschaffen haben, besser und mehr zu produzieren. Aber darum ging's ja bei euch
Speaker 1
nicht, sondern etwas anders zu machen und komplett anders. Ich weiß tatsächlich aus der Erfahrung heraus, es hat was mit Identität auch zu tun, ne.
Speaker 1
Menschen, die sich über eine Arbeit, Dienstleistung, die Qualität identifizieren, denen zu sagen, das ist auch gut und jetzt machst Du was anderes.
Speaker 1
Mhm. Das ist
Speaker 2
Und Du kannst das
Speaker 1
das ist Sinndeutsch. Ja, genau.
Speaker 2
Das ist
Speaker 1
eine Sache. Und wenn ich jetzt auf unsere Geschäftsführenden zurückkomme, ich verstehe ja sogar die Verführung dieses Hintergartengießens,
Speaker 1
sag ich jetzt mal, ne, mit aller Kraft. Ich verstehe das total, Sätze wie das Operative geht vor und rational kann ich es total nachvollziehen. Und es
Speaker 1
fühlt sich tatsächlich auch an, wenn man da so reingeht als geschäftsführender Mensch. Das fühlt sich ja an am Ende des Tages,
Speaker 1
ich habe was geschafft, ich kann es sehen, so. Und jetzt sagt mir irgendjemand, ich soll mich quasi einen Tag rausnehmen oder vielleicht sogar 'n paarmal und
Speaker 1
mir Gedanken dadrüber machen, wo will ich mit dem Unternehmen hin? Ja. Das fühlt sich ja erst einmal an, wie Zeit, die ich quasi nicht in Tätigkeit umwandeln kann
Speaker 1
und so. Daher, volles Verständnis, dennoch, es darf getan werden, ne. Wir wissen heute zum Beispiel, dass, ich zitier noch mal diesen KfW,
Speaker 1
das KfW Monitoring, das rauskam, 25 Prozent der Unternehmen im Mittelstand alleine, nur von 100 Prozent
Speaker 1
sind diejenigen, die sich mit Nachfolge beschäftigen. Gleichzeitig wissen wir aber, dass es ganz, ganz viele Unternehmen gibt, in denen die Nachfolge grade in
Speaker 1
die Nachfolgefrage grade wirklich akut ist, ja. Ja. Das heißt, es gibt einige, die haben sich unter, die haben sich entschieden, ich setze mich hin, ich denke da drüber nach, wo will ich damit hin
Speaker 1
mit dem Unternehmen und wer wird derjenige sein, der das Unternehmen in die Zukunft führt? Und die anderen, das sind ja keine keine Menschen, die es intellektuell nicht hinbekommen, aber die
Speaker 1
anderen sind vielleicht noch verführt von diesem, ich habe noch so viel zu tun. Ich weiß gar nicht, wann ich's tun soll so. Das ist das eine. Und das andere ist,
Speaker 1
dass die Aufgabe und das setz ich jetzt einfach mal so als Statement und ich guck auch mal, wie wie Du reagierst als ehemalige Führungskraft. Die
Speaker 1
Aufgabe 1 Führungskraft im Unternehmen, also 1 Unternehmers oder 1 Unternehmerin, ist ganz klar am Unternehmen zu arbeiten,
Speaker 1
anstatt im Unternehmen zu arbeiten. Auch im Unternehmen, aber am ist wichtiger, denn wenn Sie es nicht tun, wer macht's denn dann?
Speaker 2
Ich finde, es ist auch gar nicht so einfach, weil die der eigene Beitrag im Unternehmen gar nicht so sichtbar ist. Man macht sich eigentlich auch 'n bisschen
Speaker 2
kleiner, weil man mehr die anderen im Unternehmen arbeiten lässt Ja. Und selbst eher in der längeren Frist Mhm. Ziele im Auge, die unmittelbar gar nicht
Speaker 2
bemerkt werden. Was soll der blöde Bildschirm, den ihr da aufgehängt habt? Und was was wollt ihr denn da überhaupt? Ich mach jetzt den Beitrag für heute Abend. Und ich glaube auch, dass
Speaker 2
mittelständische Unternehmer vielleicht sogar denen der Betrieb gehört, denn der der Betrieb gehört der Familie schon sehr, sehr lange, dass die natürlich persönlich
Speaker 2
eine eben eminente Bedeutung fürs Unternehmen haben.
Speaker 1
Total.
Speaker 2
Und zu sagen, ich arbeite am Unternehmen, würde ja fast heißen, die eigene Bedeutung kleiner zu machen, Platz für andere zu machen, sich dann selbst irgendwann
Speaker 2
verabschieden zu können. Und ich glaub, also das stößt bei vielen Menschen auch gegen die Eitelkeit, weniger zu sein, als man's bisher war. Ich finde da hab da eine Riesenachtung
Speaker 2
davor und glaube, das ist 'n ganz, ganz schwieriger Prozess. Aber darüber können wir ja auch noch mal eine eigene Folge machen.
Speaker 1
Unbedingt. Und ich komm noch mal zu meiner Woche zurück, weil's noch so schön, dass es so wunderbar spiegelt. Ich hab ja gesagt, ach spannend, ich hatte tatsächlich, ich hab was Ähnliches erlebt. Ich hab diesen wirklich
Speaker 1
tollen Geschäftsführer, der ein mittelständisches Unternehmen führt und der unglaublich viel tut. Selbst die Mitarbeitenden sagen,
Speaker 1
er gibt sich wirklich, also er er tut wirklich viel, es kommt aber nicht gefühlt bei uns an, so. Und das ist, der hat also ganz viel getan, ganz
Speaker 1
viele Prozesse eingezogen. Und wir haben einen mit ihm gemacht und auch mit den Mitarbeitenden und haben sind an 1 Frage vorbeigekommen, da bleib ich grade hängen, weil
Speaker 1
Du was mit Prozessen sagst. Und ich habe ihn gefragt, gar nicht, weil ich ihn irgendwie kritisch herausfordern wollte, ich hab ihn gefragt auf 1
Speaker 1
Skala von 1 bis 10, was glauben Sie, wie gut wissen die Mitarbeitenden, wo sie mit dem Unternehmen
Speaker 1
hinwollen und was sie da vorhaben? Also wie gut kennen Ihre Mitarbeitenden die Strategie, die Nummer 1? Und dann hab ich ihn darauf folgend gefragt,
Speaker 1
wie gut wissen die Mitarbeitenden, welchen Beitrag sie aktiv leisten und leisten können, mit ihnen gemeinsam dorthin zu
Speaker 1
kommen? Und das war, jetzt hab ich natürlich den Punkt und den Hebel herausgehoben hier, der es dann letztendlich war, wo wir sowohl in den Mitarbeitendengesprächen
Speaker 1
herausgefunden haben als auch mit dem Geschäftsführer. Da ist wirklich 'n ganz großer Hebel, denn die Mitarbeitenden haben gesagt, wir tun und wir machen, aber wir haben gar keine Ahnung, wie
Speaker 1
wertvoll unsere Arbeit grade ist und was wir tun können, dieses Unternehmen zu unterstützen. Und der Geschäftsführer hat gesagt, ja, ich habe es gedacht, ich habe es auch auf Papier geschrieben, aber wenn Sie mich
Speaker 1
jetzt so fragen, dann stelle ich grade fest, ich weiß nicht, ob die Mitarbeitenden es wissen. Mhm. Und wenn man so was natürlich entdeckt, das
Speaker 1
ist ein Juwel, ja, weil dann weiß ich, was ich tun kann. Ich könnt mir vorstellen
Speaker 2
Doktor Bob. Ja. Jetzt guckt sie nämlich, wie Doktor Darauf hinaus das Sofa verstanden. Fragen Sie Doktor Bob. Ja, ich hab eine Frage dabei und meine Brille auch.
Speaker 1
Ach, toll.
Speaker 2
Die ich brauche, die Frage vor zunächst. Der k Name natürlich geändert. Ein Geschäftsführer weiß, dass es
Speaker 2
als Unternehmer sehr, sehr wichtig wäre, an seinem Unternehmen zu arbeiten, Mhm. Statt denn ständig nur im Tagesgeschäft zu stecken. Will. Aber ich habe das Gefühl, ich
Speaker 2
komme einfach nicht dazu. Es brennt an allen Ecken und Enden. Meine Personalerin ist überlastet. Wir finden keine Fachkräfte und ich hab keine Zeit, mich
Speaker 2
Strategien oder die Weiterentwicklung meines Teams zu kümmern. Ich weiß, dass ich etwas ändern muss, aber ich weiß nicht, wo ich's anfragen soll.
Speaker 1
Also ich hoffe, Dirk Kah, glaub ich, war's, ne, Ja. Dass dass sie ihre Frage wiedererkennen. Und dann kann ich nämlich ganz einmal einmal sagen,
Speaker 1
vielen Dank für die Frage. Du hast auch wieder eine Frage hervorgeholt, die natürlich wunderbar zu unserem Thema passt, denn nachher haben wir's ja wieder. Ich mag aber direkt antworten, so.
Speaker 1
Also ich hab vorhin schon mal gesagt, es braucht eine Erlaubnis im allerersten Schritt. Und diese Erlaubnis tatsächlich
Speaker 1
liegt komplett in ihrer Hand. Das ist eine gute Nachricht, denn in allererster Linie müssen Sie sich die Erlaubnis geben. Ich hör heraus, Sie haben's tatsächlich schon im Blick. Sie wissen, da
Speaker 1
gibt es was zu tun und ich muss es jetzt tun. Das heißt, Sie dürfen sich im allerersten Augenblick die Erlaubnis geben, ne, Sie müssen's an der Stelle sogar, zu sagen,
Speaker 1
und jetzt nehm ich das in die Hand. Dann ist es mindestens gleichwertig wie das, was ich aktuell tue, so. Jetzt ist es so, vielleicht haben Sie ja
Speaker 1
jemanden, der Sie schon begleitet, strategisch oder beratend, das hat ja manchmal verschiedene Namen, dann schnappen Sie sich diesen Menschen und sagen, bitte,
Speaker 1
lass uns einen Tag hinsetzen oder 'n halben oder 2 halbe Tage und einmal drauf gucken, wie ist die Lage im Außen? Also wie ist das ist? Machen Sie doch eine kurze
Speaker 1
SWAT Analyse, das ist so ungefähr jedem bekannt und bleibt weiterhin hilfreich, ja? Was haben wir für Chancen? Was haben wir für Risiken? Was gibt es für Optionen,
Speaker 1
wo sind auch vielleicht unsere aktuellen Schwächen? So, gucken Sie sich das im Auktionen an und stellen Sie sich dann die Frage, wenn ich das alles anschaue,
Speaker 1
wo will ich mit diesem Unternehmen hin? Sollten Sie ähnlich wie ich schon über die 50 sein, dann stellen Sie sich die
Speaker 1
Frage und wen nehm ich mit auf die Reise oder wen hole ich mir noch dazu? Also quasi auch an Nachfolge gleich mitzudenken
Speaker 1
und zu gucken, wo will ich hin? Was seh ich für Chancen? Was seh ich für Möglichkeiten? Und dann im zweiten Schritt, Du hattest es auch in deiner Geschichte oder in deinem
Speaker 1
Erfahrungsbericht, sag ich jetzt mal, zu gucken, jetzt nehm ich die Mitarbeitenden mit. Ich stell ihnen vor, wo ich hinwill. Was brauchen die, damit
Speaker 1
die diesen Weg mit mir mitgehen können? Optimalerweise haben Sie jetzt auch noch die Möglichkeit, so was wie eine strategische Personalentwicklung fragen
Speaker 1
zu können. Sie haben eine Personalerin, hab ich gehört. Mit ihr drauf zu schauen, was brauchen unsere Menschen? Was haben wir an Fähigkeiten und Kompetenzen im Unternehmen?
Speaker 1
Was brauchen wir, diese Fähigkeiten auch noch zukunftsfähig aufzubauen und auszubauen und wen braucht es vielleicht dazu? So. Es hört sich jetzt an wie eine Riesenliste, die
Speaker 1
Sie kreieren und die Sie dann morgen umzusetzen haben. Darum geht es nicht. Es geht dadrum, eine Vision, 'n klaren Blick fürn zukunftsfähiges Aufstellen
Speaker 1
zu haben und dann gemeinsam mit ihrem beratenden Menschen zu sagen, was ist die, das ist der erste Schritt, den wir auf dem Weg dorthin
Speaker 1
jetzt angehen? Und damit nehmen Sie nicht gleich das ganze große Paket, sondern können das gut und geordnet mit 'nem klaren Blick quasi in die Richtung Zukunft
Speaker 1
angehen. Jetzt geborene ich total gerne von alle diesen vielen eine Frage mit. Und ich hab
Speaker 1
mir eine Frage grade ist mir grade in den Sinn gekommen, die ich Ihnen gerne stellen möchte. Und für alle die, die auch mal sonen ganz kurzen Check
Speaker 1
machen möchten mit sich, ist das eine geeignete Frage. Und es wäre, wenn ich heute einen Tag Zeit hätte,
Speaker 1
ausschließlich für und an der Strategie in meinem Unternehmen zu arbeiten, was ist das erste Thema, das ich anpacken würde?
Speaker 1
Lass ich mal so stehen, ja. Lieber Harald, liebe Zuhörerinnen, Zuschauenden, wie auch immer, wir sehen uns, hören
Speaker 1
uns in 2 Wochen wieder oder es ist ja 'n Podcast. Sie können das auch gerne direkt in die nächste Folge klicken, falls die schon raus ist. Ich freu mich drauf. Ich freu mich auf dich, Harald, dass wir uns wieder
Speaker 1
sehen.
Speaker 2
Und ich auch, Vanessa. War klasse. Vielen Dank.
Speaker 1
Vielen Dank für Ihre Zeit. Tschüs. Tschüs. Bis zum nächsten Mal.




